Coherence - Gruppe

Coherence

Review

Coherence CoverCoherence erzählt die Geschichte von acht Freunden, die sich längere Zeit nicht gesehen haben und bei einem gemeinsamen Dinner einen netten Abend verleben möchten. Für eben diesen Abend haben Astronomen angekündigt, dass ein Komet an der Erde vorbeizieht. Doch was eigentlich ein schön anzusehendes Schauspiel am Himmel werden sollte, löst eine Anomalie aus, die das Strom- und Mobilfunknetz zum Erliegen bringt. Im Verlauf des Abends häufen sich die seltsamen Ereignisse, sodass sich die Freunde fragen müssen, was der Komet noch verursacht hat.

Neben der dokumentarischen Optik hat Regisseur James Ward Byrkit sich ebenfalls bemüht die Dialoge besonders authentisch wirken zu lassen. Die Gespräche am Tisch überschneiden sich, was in gewisser Weise chaotisch wirkt, aber auch eine ganz besondere Dynamik mit sich bringt. Bei einem Dinner mit Freunden sind parallel geführte Gespräche üblich, genauso wie das Dazwischenreden. Man hat durch die Art der Inszenierung das Gefühl, eine Gruppe von Freunden zu beobachten.

Sonst passiert am Anfang des Films nicht viel. Als Zuschauer weiß man zunächst nicht, was man von dem Film zu erwarten hat – aber das ist auch gut so. Grade diese Ungewissheit, macht diesen Film sehenswert. Daher habe ich die Inhaltsangabe sehr knapp gehalten und ich würde jedem, dem der Sinn nach einem Mystery Scinece-Fiction-Thriler steht, Empfehlen einfach den Film ohne weitere Informationen zu gucken.

Coherence - Mystery

Nach knapp 15 Minuten nimmt das Kammerspiel dann an Fahrt auf. Schnell steigern sich die Charaktere in die neue Situation hinein – etwas zu schnell für mein Empfinden. Ein Stromausfall und ein Klopfen an der Tür sind für die Protagonisten ein ausreichender Grund zur Panik. Dabei gibt es normalerweise genug Gründe, warum jemand an der Tür klopft – ein Nachbar der nach einer Taschenlampe fragt zum Beispiel. Dazu kommt das übertriebene Schauspiel der Darsteller, das dem Film einiges der aufgebauten Glaubwürdigkeit wieder nimmt. Hier erfolgt die Überleitung zum Hauptteil zu abrupt, wodurch ich mich als Zuschauer trotz der langen Einführung in die Handlung geschmissen fühlte.

Coherence - Drama

Wirklich gelungen ist die Mischung aus wissenschaftlichen Erklärungen, die nicht zu fordernd für den Rezipienten sind und den mysteriösen Geschehnissen, die sowohl den Protagonisten, als auch den Zuschauern Kopfzerbrechen bereiten. Alle Ereignisse erscheinen, trotz ihrer Abnormalität, glaubwürdig.

Nach dem Betrachten von Hintergrundinformationen zu Coherence wusste ich den Film gleich noch mehr zu schätzen. Da wäre zum Beispiel das mit 50.000 Dollar sehr geringe Budget. Der komplette Dreh fand daher zum größten Teil im Haus von Regisseur James Ward Byrkit statt. Des Weiteren gab es kein komplett ausgearbeitetes Script, sondern die Darsteller haben oftmals lediglich mit Stichwörtern zu der jeweiligen Situation gearbeitet und die Dialoge größtenteils improvisiert.

Fazit zu „Coherence“

Coherence ist ein spannender Science-Fiction-Thriller, der vor allem durch sein interessantes Drehbuch überzeugt, in der Umsetzung allerdings seine Schwächen hat. Berücksichtigt man allerdings die Umstände, unter denen der Film entstanden ist, sollte man leichter über einige dieser Mängel hinwegsehen können. Alles in allem wird eine spannende, mit einigen Überraschungen und Wendungen versehene Story erzählt, die man an einigen Stellen erahnen, jedoch nie komplett voraussehen kann.

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