Doctor Who - 11. Doktor

Doctor Who

Review

Doctor Who - Ecclestone, Tennant, SmithDoctor Who? ist eine Frage, die im Laufe der Serie öfter gestellt wird, denn der Timelord stellt sich stets nur als der Doktor vor. Einen Namen, den er vor langer Zeit gewählt hat und nach dem er nun sein Leben ausrichtet. Sein wahrer Name bleibt im Verborgenen und stellt ein großes Geheimnis in der Serie da, das nur sehr wenigen Personen bekannt ist. Wie schon erwähnt ist der Doktor ein Timelord und zwar der letzte Timelord. Sein Heimatplanet Gallifrey wurde bei dem großen Zeitkrieg, in dem sich die Timelords und die Daleks in einer unerbittlichen Schlacht gegenüberstanden, zerstört und mit ihm die gesamte Bevölkerung. Diese radikale Maßnahme war nötig umd das Universum zu retten und die Daleks ein für alle Mal auszulöschen. Der Doktor selbst konnte in einer TARDIS (Time And Relative Dimensions In Space), einem Raumschiff, das auch durch die Zeit reisen kann, fliehen. Seitdem reist der Doktor durch das Universum und hat vor allem den Planeten Erde als seinen neuen Heimatplaneten für sich entdeckt. Auf der Erde sucht, bzw. trifft der Doktor immer wieder auf Menschen, die ihn auf seinen Reisen und Abenteuern begleiten.

Dr. Who - Rose Tardis

Die Serie Doctor Who gibt es schon seit mittlerweile über 50 Jahren, allerdings hat sie ab 1989 eine Pause eingelegt und wurde 2005 wieder neues Leben eingehaucht. Ich beziehe mich hier lediglich auf die neue Serie, denn ich habe Original nicht komplett gesehen. Es ist auch gar nicht so einfach alles von Doctor Who nachzuholen, denn einige Folgen sind der BBC verloren gegangen. Dem Reboot ist es aber gut gelungen, den ursprünglichen Charme aufzufangen. Zum Beispiel gibt es die Erzfeinde des Doktors, die Daleks, schon seit den ersten Folgen aus den 60er Jahren. Dementsprechend wirken sie aus heutiger Sicht optisch eher wie Mülleimer mit einem Pümpel bewaffnet, allerdings werden sie meiner Meinung nach den Umständen entsprechend gekonnt inszeniert und integriert.

Im Verlauf seiner Abenteuer trifft der Doktor mit seiner Begleitung auf viele weitere mehr oder weniger bedrohliche Wesen. Neben den immer wiederkehrenden Cyberman und Daleks unter anderem den Weeping Angels und der Stille. Die Weeping Angels tarnen sich als Statuen, sobald man sie anguckt. Sie können sich nur bewegen, wenn sie unbeobachtet sind, dann sind sie allerdings unerwartet schnell und es reicht oft schon ein Blinzeln, um den Kreaturen zum Opfer zu fallen.Doctor Who - Tennant Staffel 3 Wenn sie einen erwischen, schicken sie den- oder diejenige in der Zeit zurück und nähren sich an der verlorenen Zeit. Die Stille sind Aliens, die sobald man sie nicht mehr anguckt, aus dem Gedächtnis der Person verschwunden sind. Dadurch haben sie es schon seit Ewigkeiten geschafft, sich mitten unter den Menschen zu bewegen. Der Doktor und seine Begleiter müssen erfinderisch sein, um gegen diese gefährliche Bedrohung eine Chance zu haben. Sie malen sich zunächst jedes Mal wenn sie einen der Stille sehen einen Strich auf den Arm. Schnell merken sie, dass es ziemlich viele von der Stille gibt, denn die Striche auf den Körpern nehmen sehr schnell zu.

Doctor Who - 11. Dokor, bester Doktor

Doktor Who leidet teilweise unter ziemlichen Logiklöchern. Zum Beispiel in den Folgen mit den Weeping Angels. Wenn man genau aufpasst, stößt man immer wieder auf gegensätzliche Erklärungen zu den Eigenschaften der Engel. Zum Beispiel wird in einer Folge gesagt, das Abbild eines Engels wird selbst zu einem Engel. In einer anderen Folge benutzt der Doktor ein Hologramm von einem Engel, um seinen Begleitern die Engel zu erklären. Solche Widersprüche findet man allerdings öfter in Doktor Who. Da ich die Serie nun zum dritten Mal geguckt habe, sind mir natürlich mehr solcher Unstimmigkeiten aufgefallen als beim ersten Mal anschauen, aber ich konnte diese auch jetzt recht einfach verzeihen. Wenn man das Gesamtwerk Dr. Who betrachtet, mit den 117 Folgen allein im Reboot, sind diese meiner Ansicht nach zu vernachlössigende Kleinigkeiten, die einem beim ersten Mal angucken womöglich gar nicht auffallen.

Doctor Who - Piratenschiff - Sirene

Als ich begonnen habe Doctor Who zu gucken hat mich bereits die erste Staffel komplett abgeholt. Als dann Christopher Eccleston als Doktor von David Tennant abgelöst wurde und mit dem 10. Doktor das Niveau der Serie einen extremen Anstieg erfahren hat, war ich regelrecht von der Serie begeistert. Dementsprechend enttäuscht war ich, als die Ära Doktor 10 dann zu Ende ging. Ich hatte die Befürchtung, dass es nun bergab geht und als Matt Smith als Doktor vorgestellt wurde, war ich auch alles andere als angetan. Allerdings wurde ich eines Besseren belehrt. Der 11. Doktor hat sich als mein absoluter Lieblingsdoktor herausgestellt. Es gibt zwar unter Matt Smith auch einige sehr schwache Folgen, allerdings sind die Staffeln mit ihm das erste Mal als Gesamtpaket einfach nur episch.

Beim Wiederholten gucken der Serie musste ich feststellen, dass die Folgen mit Ecclestone als Doktor in der ersten Staffel doch ziemlich cheesy sind. Weglassen wollte ich sie zwar nicht, aber wenn ich die Serie jetzt empfehle, würde ich sagen, man muss etwas Geduld mit ihr haben. Die Qualität, die Doctor Who im Verlauf der Serie noch bekommt, lassen die ersten Folgen noch nicht ganz durchblicken. Aber es stellt sich eine deutlliche Besserung ein zum Ende der Staffel. Vor allem die Doppelfolge 9 und 10 zeigen wie Facettenreich Dr. Who sein kann. Der erste richtige Gänsehautmoment folgt dann kurze Zeit später; ich sage nur – Bad Wolf-.

Doctor Who - Staffel 8 Robin Hood

Das Besondere an Doctor Who ist die Vielschichtigkeit. Die Figur des Doktors wurde jetzt allein in der neuen Serie von vier, wenn man die Episode mit dem Kriegsdoktor mitzählt, von fünf verschiedenen Schauspielern verkörpert. Dadurch wird die Serie schon einmal durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten immer wieder in eine ganz neue Richtung geleitet. Durch die Tatsache, dass weder Zeit noch Raum ein Hindernis für den Doktor darstellt, ist der Spielraum, in dem sich die Serie Doctor Who bewegen kann, nahezu unbegrenzt. Der Zuschauer wird Zeuge von historischen Ereignissen und lernt große Personen aus vergangenen Tagen kennen. Im nächsten Moment befindet man sich schon in einer Zukunftsvision der Erde oder muss gar erfahren, dass es die Erde wie wir sie kennen gar nicht mehr gibt. Und wieder etwas später befindet man sich auf einem völlig fremden Planeten und lernt eine komplett neue Lebensform kennen. Apropos neue Lebensformen, im Zuge dessen möchte ich gleich die Kostüme erwähnen, die im Gegensatz zu den Visual Effects wirklich positiv durch ihre hohe Qualität auffallen. Es gibt zwar auch wieder die Daleks, die charmanterweise aus der originalen Serie übernommen wurden, allerdings optisch eher an einen Mülleimer mit Pümpel bewaffnet erinnern. Aber es auch sehr viele neue und außerordentlich gut designte Figuren. Da wären zum Beispiel die Sontaraner, die Ood oder die Stille um nur einige zu nennen. (Leider habe ich zu den Rassen keine Bilder, aber einfach googln reicht) Außerdem wird so ziemlich jedes Genre bedient, man ist nicht nur in dem Science-Fiction Setting gefangen, sondern kann immer wieder kleine Abstecher in die verschiedensten Genres machen und es wird dadurch eine ausgeglichene Mischung aus Action, Abenteuer, Humor und Dramatik geboten.

Es gibt Folgen, in denen man bei epischen Szenen mit Gänsehaut und feuchten Auge gebannt vorm Bildschirm sitzt und mit dem Doktor mitfiebert.

Bei anderen Folgen leidet man mit, denn die Serie schreckt nicht davor zurück wichtigen Personen ein hartes und düsteres Schicksal zuzuschreiben.

Es gibt aber auch genug Folgen, die einem leichte Unterhaltung bieten und immer wieder die teilweise düstere Stimmung auflockern.

Eine auch nur annähernd objektive Beurteilungvon Doctor Who fällt mir schwer, da es meine absolute Lieblingsserie ist. Ich sehe schon einige Fehler und habe auch versucht diese deutlich zu machen und nicht nur in ein Fanboy geschwärme abzudriften. Es gibt zuhauf Logiklöcher und besonders der Anfang ist schon ziemlich trashig und cheesy. Am Ende der ersten Staffel stellt sich zwar langsam Besserung ein, aber wirklich die gute Serie, von der ich absoluter Fan bin, wird sie erst ab der dritten Staffel. Aber auch da gibt es noch schwächere Folgen.  Es sind allerdings auch in den ersten Staffeln Doctor Who - 12. Doktor Peter Capaldieinige Perlen versteckt. Alle die Doctor Who noch nicht kennen müssen deshalb gewarnt sein, dass man etwas Durchhaltevermögen braucht. Zu empfehlen Staffeln von der neuen Serie zu überspringen ginge zu weit, aber man muss der Serie einfach eine Chance geben. Alle die sich geduldig mit dem Doktor zeigen, werden mit einer fantastischen Serie belohnt. Mit außergewöhnlichen Außerirdischen, interessanten historischen Begegnungen, einer epischen Folgen- und Staffelübergreifenden Gesamtstory, aber auch geniale Folgen die für sich selbst genommen funktionieren.

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