Landschaft

Xenoblade Chronicles X

Review

CoverIn Xenoblade Chronicles X ist die Erde mitten in einen intergalaktischen Krieg geraten. Um dem sicheren Tod auf ihrem Heimatplaneten zu entgehen, sind die Menschen mit einer Art Arche in den Weltraum geflohen. Doch das riesige Raumschiff wird beschädigt und muss auf einem unbekannten Planeten notlanden. Dieser Planet ist Mira. Wie sich später herausstellt ist Mira ein sehr abwechslungsreicher Planet, mit unterschiedlichen Klimazonen in denen atemberaubende Kreaturen leben, der allerdings auch eine enorme Gefahr für die schiffbrüchigen Menschen darstellt. Der Spieler wird von einem weißhaarigen Mädchen namens Elma in einer Notlandekapsel gefunden. Elma gibt uns eine kurze Übersicht über die Geschehnisse. Sie erklärt uns, dass ein Teil des weißen Wals, so nennt sich die Arche, auf der die Menschen geflohen sind, ganz in der Nähe gelandet ist und dass bereits eine provisorische Kolonie gegründet wurde. Nachdem wir die Stadt erreicht haben werden wir mit dem Leben in unserer neuen Heimat vertraut gemacht. Vor allem müssen wir nun entscheiden, wie wir ein nützliches Mitglied dieser Gemeinschaft werden möchten. Je nachdem wie unsere Wahl ausfällt, sind wir ab sofort dafür zuständig die Kolonie vor feindlich gesinnten Lebewesen Miras zu beschützen, Rohstoffe zu sammeln, die Welt zu erkunden oder die Probleme unserer Mitmenschen zu lösen.

Missions Briefing

Der spielbare Charakter in Xenoblade Chronicles X ist stumm und hat selbst keine eigene Story. Die Geschichte wird durch die vielen Charaktere erzählt, auf die wir in den Haupt-, Harmonie-, und in einigen Nebenmissionen treffen. Als Spieler bekommt man die Möglichkeit aus vorgegebenen Antwortoptionen eine auszuwählen und so selbst der Figur Charakter und Seele zu verleihen. Feedback über das Befinden unserer Figur bekommt der Spieler nur über die mehr oder weniger gut umgesetzte Mimik.

Um die Hauptmissionen in Xenoblade Chronicles X spielen zu können und damit die Story voranzutreiben, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Meistens sind es bestimmte Harmoniemissionen, die abgeschlossen werden müssen, oder ein Gebiet muss zu einem bestimmten Prozentsatz erkundet werden. Für die Harmoniemissionen ist eine gewisse Harmoniestufe zu den jeweiligen Begleitern von Nöten. Am Anfang, solange man nur wenige mögliche Begleiter hat, ist das noch relativ einfach. Im Verlauf des Spiels werden die Harmoniemissionen allerdings zu einem einzigen Grindfest, da es 16 Charaktere gibt, die man in sein Team aufnehmen kann. Mit jedem dieser 16 Charaktere gilt es die Harmoniestufe auf volle fünf Herzen zu bringen, um alle Missionen abschließen zu können. Erschwerend kommt noch hinzu, dass einige der Charaktere nicht miteinander auskommen und man sie deshalb nicht zusammen in einem Team einsetzen kann. Es muss allerdings nicht jede Harmoniemission abgeschlossen werden um die Story zu beenden. Außerdem gibt es, nachdem man die Hauptmissionen komplett abgeschlossen hat, die Möglichkeit spezielle Nebenmissionen zu absolvieren. Bei diesen Missionen steigt die Harmonie zwischen den Gruppenmitgliedern schneller an. Also alles halb so wild.

Strand

Nachdem man sich entschieden hat, wie man in der Gemeinde seinen Beitrag leisten möchte, heißt es losziehen in die weite Welt und erkunden. Aber Vorsicht, schon direkt am Anfang lauern einheimische Wesen Miras, mit denen man sich besser nicht anlegen sollte. Eine Empfehlung von mir ist, möglichst frühzeitig die Sonden so weit wie möglich einzunehmen, da man dadurch später relativ wenig Geldprobleme hat. Auch ist es definitiv empfehlenswert sich mit dem System der Sonden auseinanderzusetzen, da es hier durchaus den ein oder anderen Trick gibt, wie Sonden möglichst effizient genutzt werden können. Zum Beispiel können mehrere Sonden gleicher Art nebeneinandergesetzt werden, sodass sie einen Bonus erhalten. Außerdem werden die Eigenschaften der Bohrstellen mit unterschiedlichen Wertungen eingestuft. Bei Forschungssonden spielt es dazu noch eine Rolle, wie viele Geheimnisse in dem Bereich bereits entdeckt wurden.  Da die Sonden die wichtigste Einnahmequelle in Xenoblade Chronicles X darstellen, empfiehlt es sich beim Levelaufstieg zuerst die mechanischen Skills zu verbessern, da diese benötigt werden, um einige Sonden zu platzieren.

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Aber nun genug mit der Theorie. Um die Geld- und Miraniumprobleme kann sich auch später gekümmert werden, spätestens aber, wenn man den ersten Skell kaufen möchte. Die meisten Spieler sind nämlich erst bei Spielstunde 20 – 30 so weit, dass sie ihre Skell-Lizenz haben. Bei mir hat es fast 50 Stunden gedauert. Ich hab mir allerdings auch sehr viel Zeit beim Erkunden gelassen und habe mich anfangs kaum mit Hauptmissionen beschäftigt. Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen, bereits ohne den Skell die zwei Kontinente zu besuchen, die von der Startposition durch ein Meer getrennt werden.

Monster

In Xenoblade Chronicles X könnt ihr nämlich jederzeit so ziemlich überall hin. Es ist zwar nicht unbedingt empfehlenswert zu früh durch ein fortgeschrittenes Terrain zu streifen, denn der Tod lauert dort an jeder Ecke, aber meine unersättliche Gier nach Miranium und Credits hat mich von Sonde zu Sonde getrieben. Neben den finanziellen Vorteilen, hat das Einnehmen der Sonden auch noch den Vorteil, dass nach dem man die Sonde platziert hat, einem die Schnellreisefunktion zur Verfügung steht. Am Anfang ist ein Tod auch nicht wirklich eine Bestrafung, da der Spieler keinerlei Ko. Lediglich etwas nervig kann es werden, sobald man das zehnte Mal auf dem Weg zur Sonde mit einem Schlag in die ewigen Jagdgründe Miras befördert wird. Solltet ihr aber später mit den Skells auf Erkundungstour gehen, seid bloß vorsichtig! Ein Skell ist eine kostspielige Angelegenheit und im schlimmsten Fall müsst ihr euren Skell selbst bergen, was mit enormen Kosten verbunden ist. Dies wird nötig, wenn ihr eure Versicherungen aufgebraucht habt. Ein normaler Skell hat dreimaligen Versicherungsschutz. Sobald der aufgebraucht ist, werdet ihr jedes Mal wenn der Skell zerstört wurde zur Kasse gebeten. Den Verbrauch einer Versicherung könnt ihr mit gutem Timing und Geschick verhindern, indem ihr im richtigen Moment die  B-Taste drückt. Aber ich will auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen.

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Die Welt von Xenoblade Chronicles X ist riesig und abwechslungsreich. Es gibt wirklich eine Menge zu entdecken und ich habe immer wieder über die beeindruckenden Landschaften und die mächtigen Kreaturen Miras gestaunt. Schon ziemlich am Anfang, sobald ihr die Kapsel verlasst und euch auf den Weg richtung Stadt macht, bekommt man in einer kleinen Zwischensequenz die fantastische Welt präsentiert. Aber solche Momente hat man durchaus auch mitten im Spiel. Zum Beispiel, wenn sich der ganze Himmel in der Nacht, ähnlich wie bei den Polarlichtern, verfärbt. In der Welt, den Monstern und der erzeugten Atmosphäre liegt auf jeden Fall die ganz große Stärke von Xenoblade Chronicles X.

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In der Siedlung könnt ihr Aufgaben am schwarzen Brett annehmen oder ihr findet in der gesamten Stadt verteilt Charaktere herumstehen, die euch mit Aufträgen versorgen. Außerdem lauscht ihr beim Vorbeilaufen den Gesprächen der Bewohner und bekommt so Hinweise darauf, welche Gerüchte aktuell kursieren und lernt etwas über die Sorgen und Ängste in der Stadt. Die Siedlung lässt sich durch mehrere Eingänge jederzeit ohne Ladezeiten betreten. Wenn ihr später den Skell samt Flugmodul besitzt, könnt ihr sogar einfach über die Außenmauer fliegen. Allgemein kommt das Spiel in seiner offenene Welt ohne Ladezeiten aus. Lediglich beim Betreten eures Hauptquartieres kommt es zu einem Ladebildschirm. Aber auch diese Ladezeit ist erträglich kurz. Zumindest wenn das ca. 10 Gigabyte große Erweiterungspaket auf eurer WiiU installiert ist. Ich habe das Spiel nicht ohne diese Erweiterungen gespielt, konnte aber aus anderen Reviews herauslesen, dass ohne diese, die Umwelt erst sehr viel später erscheint und es dadurch passieren kann, dass ein Monster direkt neben euch spawnt. Also meine Empfehlung lautet, WiiU aufräumen und Platz für das Datenschwergewicht schaffen.

Stadt

Xenoblade Chronicles X verfügt über ein ziemlich komplexes Kampfsystem, welches einen besonders im Kampf mit ebenbürtigen Gegnern ganz schön auf Trab hält. Hier gilt es Attacken mit seinen Teammitglieder abzustimmen, auf das Timing der eigenen Attacken und der Kampfschreie zu achten und dabei nicht die Übersicht im Kampfgeschehen zu verlieren.

Kampf 1

Um zu verdeutlichen, was ich mit komplex meine, möchte ich hier eine kurze Erklärung zum Kampfsystem schreiben. Wer sich selbst in die Welt des Kampfes in Xenoblade fuchsen will, oder nicht mit Details gelangweilt werden möchte, sollte diesen und den nächsten Absatz überspringen. Es gibt Attacken, die nach verschiedenen Farben kategorisiert sind. Gelb sind Fernkampf-, orange Nahkampfangriffe. Mit grünen Angriffen fügt man den eigenen Teammitglieder positive Buffer hinzu, wie zusätzliche Stärke, Heilung oder Resistenzen. Mit Lila Angriffen schwächt man den Gegner. Dann gibt es noch blau, aber was blau macht ist eine gute Frage, ich meine blau erhöht die Verteidigung. Auf jeden Fall verbrauchen blaue Attacken immer Spezialpunkte, die mir einfach zu kostbar waren und ich daher bei meinen Kämpfen grundsätzlich auf den blauen Angriff oder Buffer verzichtet habe. Bei dem Kampfsystem generell handelt es sich um ein Live-Action System. Die Attacken haben einen Cooldown, bis sie wieder angewendet werden können. Zusätzlich kann eine zweite Leiste aufgeladen werden, mit der die Attacke einen Bonus erhält. Diesen Bonus läd man auf, indem man Attacken der jeweiligen Klasse ausführt, sprich Nahkampf- oder Fernkampfangriffe. Des Weiteren fangen die Attacken im Kampf ab und zu an zu blinken. Das bedeutet, dass jemand in deinem Team grade einen Ruf auf die jeweilige Art der Attacke ausgeführt hat, auf die man mit der passenden Attacke antworten kann. Dies gibt wieder einen Bonus und zusätzlich kann so etwas Energie wieder hergestellt werden. Dies ist so ziemlich die einzige Möglichkeit Gesundheit im Kampf wiederherzustellen, also ein besonders wichtiger Faktor, auf den im Kampf geachtet werden muss. Und zum Schluss noch einmal zurück zu den bereits kurz erwähnten spezial Punkten. Ihr habt neben eurem Avatar eine grüne Leiste. Da werden die Spezialpunkte angezeigt. Diese sind zum einen nötig für manche Angriffe, die mit einem SP gekennzeichnet sind. Zum Anderen benötigt ihr die Punkte, um im späteren Verlauf das Übertakten zu aktivieren. Hier dreht ihr für eine kurze Zeit komplett durch. Eure Attacken bekommen einen weiteren Aufladebalken in Orange und laden sich außerdem wesentlich schneller wieder auf.

Kampf 2

Es ist durch den Übertakten Modus möglich enorme Kombos auf euren Kontrahenten abzufeuern und immensen Schaden anzurichten. Daher habe ich stets versucht die Punkte nicht zu viel für Attacken auszugeben, sondern für das Übertakten aufzusparen. Die Anzahl an Punkten, die eine Figur ansammeln kann, ist begrenzt. Für das Übertakten werden 3000 Spezialpunkte benötigt. Durch den Einsatz passender Rüstung kann diese Anzahl aber erhöht werden. Ich habe immer versucht möglichst viele der Punkte haben zu können. Sobald man in der Lage ist, zweimal hintereinander zu übertakten, bzw. diesen Modus lange aufrecht zu erhalten und eventuell noch in der Kombo eine starke SP-Attacke auszuführen, ist man in der Lage auch größere Gegner durch eine regelrechte Angriffswelle zu besiegen. Wer jetzt nicht komplett den Faden verloren hat, erkennt, Timing spielt hier eine besonders wichtige Rolle, da mit dem richtigen Timing beide Boni durch eine Attacke genutzt werden können. Ansonsten gilt es abzuwägen, antwortet man auf den Schrei seines Mitstreiters und bekommt dadurch zusätzlich etwas Lebensenergie zurück, oder wartet man, bis die Leiste voll ist, und nutzt den Boni für aufgeladene Angriffe. Was hier erst einmal kompliziert erscheint und auch im Spiel einem anfangs zu erschlagen droht, geht nach einiger Zeit in Fleisch und Blut über. Nach einigen Stunden auf Mira, stellt das Kämpfen dann kein Problem mehr da.

Das Kampfsystem ist für mich auf jeden Fall eine weitere große Stärke von Xenoblade Chronicles X. Es sorgt für spannende Kämpfe, die durchweg abwechslungsreich sind und immer die volle Aufmerksamkeit verlangen. Dadurch kommt auch bei den Phasen im Spiel, in denen häufiger Kämpfe bestritten werden müssen, keine Langeweile auf.

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Allerdings hat Xenoblade nicht nur Stärken. Eine besonders große Schwäche sind die teilweise unfassbar unfairen und nervigen Sammel- und Suchaufgaben. Bei den Nebenmissionen habe ich es ganz einfach so gehandhabt, dass ich nur die Sammelmissionen angenommen habe, die ich bereits erfüllt habe. Ansonsten besteht nämlich des Öfteren das Problem, dass man gesagt bekommt, sammle Kraut X oder besorge eine Feder von Monster Y, ohne das erwähnt wird wo sich das Monster befindet. Ich hab schon erwähnt, dass die Karte riesig ist, ja? Es kann dann durchaus der Fall sein, dass das für die Mission benötigte Item nur an einem ganz speziellen Ort auf der Karte zu finden ist und das auch nur sehr selten. Im schlimmsten Fall ist es dann noch an eine bestimmte Tageszeit oder Wetterbedingung gebunden. Ich bin ja kein Freund von Open-World-Spielen, in denen man nur von Punkt zu Punkt läuft und immer mit einem Pfeil vorm Gesicht rumläuft, aber das Gebiet darf ruhig etwas eingeschränkt werden. Besonders frustrierend wird es dann, wenn das Item für eine Harmoniemission benötigt wird, da während einer laufenden Harmoniemission keine weitere Harmoniemission und schon gar keine Hauptmission angenommen werden kann. Da bleibt in dem Fall also nichts anderes übrig als suchen, suchen und weiter suchen. Ich kenne mich jedenfalls nun in Mira aus. Ich weiß, wo ich bestimmte Rohstoffe finde und wo sich die Monster so rumtreiben.

Kampf 3

Ein weiteres großes Manko ist die Story. Ich konnte mich ja mit der Idee des stummen Protagonisten anfreunden. Man selbst ist der Protagonist und es soll die Immersion durch diese Designentscheidung verstärkt werden. Allerdings konnte ich die Mimik und Gestik meines Charakters nicht ernst nehmen. Auch die Charaktere mit Stimme bleiben eher flach. Nur einige der 16 potenziellen Teammitglieder bieten einen interessanten Hintergrund, der es wirklich Wert ist zu ergründen. Dabei werden eigentlich interessante Themen behandelt. Vor allem Rassismus ist in der Kolonie ein großes Problem. In einigen Reviews bin ich auf den Vorwurf gestoßen, das Spiel selbst sei rassistisch und es werden etliche rassistische Witze gemacht, die einfach nur geschmacklos sind. Ja und Nein. Die Witze gibt es, meistens wird sich dabei auf das Mädchen Lin bezogen, das sich immer und immer wieder vor jeder Hauptmission über den einheimischen Begleiter lustig macht und ihn versucht zu einer Mahlzeit zu verarbeiten. Es wird allerdings vor allem in den Harmoniemissionen das Thema Rassimus immer wieder aufgegriffen.Dabei wird dieser deutlich als negativ dargestellt, da in der Inszenierung eine dem Rassismus gegenüber deutlich negative Tonation enthalten ist. Auch kommt es durch rassistische Motivationen immer wieder zu verschiedenen Problemen in der Stadt. Da wären rechte Gruppierungen der Menschen, die versuchen alle Nichtmenschen aus der Stadt zu vertreiben und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt. Aber auch bei den anderen Rassen tritt das Thema Hass gegenüber anderen Rassen in Erscheinung. Sei es Aussehen, Verhalten Intelligenz oder Gewohnheiten der fremden Spezies. Alles gibt Anlass für Angst und Hass gegenüber den Anderen. Als Spieler ist man meistens als Schlichter unterwegs, allerdings sind die Versuche nicht immer von Erfolg gekrönt. Oft wird man nur Zeuge von Verbrechen und Gräueltaten. Also den Vorwurf das Spiel sei rassistisch, möchte ich so nicht stehen lassen. Trotzdem kann ich auch nicht sagen, dass Xenoblade Chronicles X durch seine Story brilliert. Es gibt hier und da mal ein paar Häppchen an interessanter Geschichte rund um den weißen Wal und seinen Bewohner, allerdings hab ich mich auch nur allzu oft dabei erwischt, wie ich mit den Gedanken vom Spiel abdriftete, sobald mal wieder ein ewiger Monolog gehalten wurde, bzw. ich dazu aufgefordert wurde, diesen Monolog auch noch zu lesen. Des Öfteren wurde ich dann nach meiner Meinung gefragt und hatte keinen Schimmer bei welch wichtiger Entscheidung ich nun um Rat erbeten wurde.

Skell

Als Fazit lässt sich sagen, dass ich mit Xenoblade Chronicles X unfassbar viel Spaß hatte. Soviel wie seit sehr langer Zeit nicht mehr mit einem Open-World-Spiel. Die Story ist für ein RPG viel zu schwach, aber für mich hat die Welt und die reine Spielfreude, die ich durch das Erkunden der Welt hatte, alles wieder wettgemacht. Ich merke schon, ich kann bei dem Fazit in keinster Weise objektiv bleiben. Xenoblade Chronicles X hat mich mit seiner Welt und den in ihr lebenden Wesen verzaubert. Besonders befriedigend war es, als langsam aber merkliche die Fähigkeiten meines Helden gestiegen sind, sodass ich nach und nach immer mehr Monstern die Stirn bieten konnte. Dann, nachdem so langsam die Luft raus und kaum ein Weiterkommen mehr möglich zu sein schien, gab es endlich den Skell. Erst zwar nur den Leichten und ohne überhaupt fliegen zu können, aber ich hatte wieder ein Ziel vor Augen. Die Möglichkeiten schienen grenzenlos und meine Motivation ebenfalls. Nachdem dann die Story von Xenoblade abgeschlossen war und ich dachte, ich hatte nun alles erreicht, was für mich zu erreichen möglich war, wurde ich eines besseren belehrt. Das neue Ziel hieß Ares 90. Dabei handelt es sich um einen besonders starken Skell, der allerdings auch besonders teuer ist. Also noch ein letztes Mal grinden, bis alle nötigen Teile beisammen waren. Ich hatte nämlich noch einige Rechnungen mit den Kreaturen Miras offen. Nach nun knapp 300 Stunden auf Mira habe ich nun auch dieses Ziel erreicht. Ich konnte (fast) alle der großen Monster erlegen und habe das Gefühl in den wohlverdienten Ruhestand treten zu können. Es ist jetzt an der nächsten Generation von Blades, den Menschen ein friedliches Leben auf Mira, in Gemeinschaft mit den anderen Völkern zu ermöglichen.

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Fazit vom Fazit: Besitzer einer WiiU, die Spaß beim Erkunden einer wunderschönen, abwechslungsreichen sowie riesigen Spielwelt mit atemberaubender Flora und Fauna haben und die mit einem gut durchdachten, komplexen und fordernden Kampfsystem in dieser Welt ums überleben Kämpfen möchten und die dafür Abstriche bei Story und Inszenierung bereit sind in Kauf zu nehmen, können bei Xenoblade Chronicles X zuschlagen.

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