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Eden of the East

Eden of East„Diese Geschichte handelt von einem Jungen und einem Mädchen, das an ihn glaubt. Beide stellen sich der Herausforderung und kämpfen 11 Tage gegen die bedrückende Atmosphäre, die ihr Land fest im Griff hat.“ Trailer

Eden of the East beginnt mit einem Mädchen, das vor dem Zaun des Weißen Hauses steht und versucht Geldmünzen in den Brunnen zu werfen. Keine gute Idee, den sie wird von zwei Polizisten beobachtet, die sofort auf sie aufmerksam werden. Kurz bevor sie sie zu ihrer Tat befragen können, taucht auf der anderen Straßenseite ein nackter Junge auf, der lediglich ein Handy und eine Pistole bei sich trägt und somit jedes Interesse auf sich lenkt.

Eden of East

Wie sich herausstellt hat der Junge sein Gedächtnis verloren. Beide begeben sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Während der kleinen Romanze, die sich zwischen den beiden entwickelt, wird immer klarer, das er in Verbindung mit dem „Sorglosen Montag“ steht, ein terroristischer Anschlag von 11 Raketen auf Japan. Ebenfalls steht er in Verbindung mit dem Verschwinden von 20.000 Nerds und er ist ein Selecao, eine Gruppe von 12 mysteriösen Personen, die mit Eden of Eastihrem Handy fast alles bewerkstelligen können, solange es im Rahmen ihres Guthaben liegt. Schnell kommt die Frage auf, ob er ein Terrorist ist oder der Held und ob es da einen Unterschied gibt. Langsam wird klar, was es mit den Selecao auf sich hat und das ihre einzige Aufgabe darin liegt Japan vor dem Untergang zu retten. Wie ist dabei völlig egal. Doch wie erfüllt man diese schier unmögliche Aufgabe mit lediglich 10 Milliarden Yen und wie weit darf man gehen. Jeder Selecao hat da eine andere Vorstellung und da eine weitere Regel ist, dass wenn einer das Ziel erreicht hat, die anderen eliminiert werden, behindern sie sich auch noch gegenseitig.

Eden of East

Fazit:

Ein schöner Anime mit einer wendungsreichen gut durchdachten Story. Leicht nachdenklich stimmend, leicht kritisch und einem netten Zwischenende. Nebenbei bemerkt, die Geschichte endet erst nach den zwei Filmen.

Olympus Has Fallen  Olympus Has Fallen (2013) on IMDb


Olympus Has FallenIn Olympus Has Fallen, steht das Zentrum der Verinigten Staaten, das Weißes Haus unter Beschuss. Nur der in Ungnade gefallene, ehemalige Leibwächter des Präsidenten Mike Banning (Gerard Butler) kann die Terroristen noch aufhalten und den wichtigsten Mann der Vereinigten Staaten retten.

 

Mike Banning war Leibwächter des Präsidenten, bis bei einem Autounfall die First Lady ums Leben kam, weil er sie nicht retten konnte. Der Präsident konnte Banning nicht mehr um sich haben, also arbeitet er seit dem in einem tristen Bürojob beim Finanzministerium. Für diplomatische Unterredungen kommen die wichtigsten Staatsmänner Südkoreas zu Besuch ins Oval Office, doch es stellt sich heraus, dass eine Gruppe Terroristen den Besuch nutzen will, um das Weiße Haus unter seine Kontrolle zu bringen. Die ganze Stadt, ja das ganze Land gerät in Aufruhr und natürlich bekommt auch Banning von der Geiselnahme mit. Er kann nicht in der Rolle des Beobachters bleiben und geht zum Weißen Haus um seine ehemaligen Kollegen zu unterstützen. Dabei wird schnell klar, dass nur er die brenzlige Situation noch entschärfen kann.

Solange Gerard Butler die Koreaner aufmischt, kann man Olympus Has Fallen durchaus als einen soliden Actionfilm bezeichnen, allerdings stechen einem während der restlichen Zeit die schlechten CGI Effekte fast schon schmerzhaft ins Auge. Ich musste bei dem Release Datum auch zweimal hingucken und eigentlich ist es unfassbar, dass der Film aus dem Jahr 2013 ist.

Olympus Has Fallen

Im Allgemeinen bin ich kein Fan von übertriebenem CGI Einsatz. Natürlich ist es eine gute Möglichkeit Effekte zu ergänzen oder etwas das in der Realität nicht darstellbar wäre umzusetzen. Bei Olympus Has Fallen ist allerdings nahezu alles im Computer entstanden. Ganze Szenen sind komplett, bis auf wenige Innenaufnahmen digital erstellt worden. Zum Beispiel wird in den Extras der Blu-Ray erzählt, dass die Blackhawk Szenen bis auf die Innenaufnahmen im Heli komplett im Computer entstanden sind, genauso wie der Autounfall ziemlich am Anfang, sowie das komplette Gebiet rund um das Weiße Haus. Selbst die Fahne, die vom Weißen Haus fällt, ist deutlich als Animation zu erkennen. Am Ende der Extras sagt Filmeditor John Refoua, dass die Technologie heutzutage so gut ist, dass man alles wie echt aussehen lassen kann. Man müsste ihn korrigieren mit könnte. Denn Olympus has fallen ist weit davon entfernt echt zu wirken.

Ich weiß nicht was ich davon halten soll, dass Regisseur Antoine Fuqua in einem Interview tatsächlich der Überzeugung zu sein scheint, dass es sich bei der Story von Olympus Has Fallen um eine durchaus realistische Situation handeln könnte. Der Film ist ein anspruchsloser Actionfilm übergossenen mit einem Haufen Patriotismus Soße. Dazu kommen reihenweise dumme Entscheidungen, die absolut nicht nachvollziehbar sind und so große Überraschungen bereithalten, wie die nächste Meisterschaft der Bayern.

Ich bin ja eigentlich immer der Ansicht, dass jeder Film zu einer bestimmten Situation passend ist. Zu Olympus Has Fallen, fällt mir allerdings keine ein. Für einen Trash Film nimmt er sich viel zu ernst und um ernst genommen zu werden ist er viel zu trashig. Dabei hatte der Film eigentlich Potenzial. Das Szenario erinnert an Stirb Langsam und mit Gerald Butler hat man auch den passenden Helden gefunden. Leider wird das leicht lodernde Potenzial unter einer Decke aus CGI erstickt.


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Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 120 Minuten
Altersfreigabe: FSK16

Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Creighton Rothenberger,
Katrin Benedikt
Produktion: Gerard Butler, Ed Cathell III,
Mark Gill, Alan Siegel,
Danny Lerner
Musik: Trevor Morris
Kamera: Conrad W. Hall
Schnitt: John Refoua

Besetzung
Gerard Butler – Mike Banning; Rick Yune – Kang;
Aaron Eckhart – Präsident Benjamin Asher;
Morgan Freeman – Speaker Allan Trumbull,
Finley Jacobsen
– Connor Asher; Ashley Judd – Margaret Asher; Dylan McDermott – Dave Forbes;
Melissa Leo – Verteidigungsministerin Ruth McMillan;
Phil Austin – Vizepräsident Charlie Rodriguez;
Angela Basset – Lynne Jacobs; Radha Mitchell – Leah Banning; Robert Forster – General Edward Clegg; Cole Hauser – Agent Roma; Michael Dudikoff – Mr. Smith

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John Wick John Wick (2014) on IMDb


People keep askin if I’m back and I haven’t really had an answer. But yeah, I’m thinkin I’m back.

Heute ist der offizielle Kinostart in Deutschland und so hab ich mir den Film auch mal angeschaut. Der Trailer verspricht einen Actionfilm, ohne überflüssige tiefsinnige Story oder Handlung und genau daran hält sich John Wick. In der Hauptrolle des John Wick, Keanu Reeves als Antiheld auf Blutrache, wohl bemerkt auf Blutrache für seinen Hund, was dem ganzen Szenario eine gewisse Zynik zuschreibt.

Zur Story John Wick, ehemaliger Auftragsmörder der russischen Mafia, ist im Ruhestand. Seine Frau ist vor kurzem verstorben und so verbringt John Wick seine Zeit trauernd mit seinem Hund, dem letzten Geschenk seiner Frau. An einer Tankstelle begegnet er dem Sohn seines ehemaligen Bosses, der Interesse an seinem Auto findet, jedoch schlägt John Wick genervt jedes Kaufangebot ab. So kommt es dann, dass dieser ihn aufsucht und niederschlägt, das Auto klaut und seinen Hund tötet. Jetzt ist John Wick sauer und er verfällt alten Gewohnheiten, frei nach dem Motto, er kam, er sah, er tötet oder mehr philosophisch ausgedrückt, er tötet, also ist er … John Wick.

Fazit:

Guter Actionfilm, allerdings auch nicht mehr.

https://www.youtube.com/watch?v=u01EUm_bu8k

Directed by Chad Stahelski David Leitch Writing Derek Kolstad Cast Keanu Reeves – John Wick Michael Nyqvist – Viggo Tarasov Alfie Allen – Iosef Tarasov illem Dafoe – Marcus Dean Winters – Avi

Banshee Banshee (2013) on IMDb


BansheeEine Bashee ist ein weiblicher Geist, dessen Erscheinung das Bevorstehen eines Todes ankündigt und so ist es wohl wenig verwunderlich, das mit dem Eintreffen des Hauptcharakters, Lucas Hood, ehemaliger Betrüger, kampfsporterfahren, nach 15 Jahren Knast, auf der Suche seiner ehemaligen Geliebten und Komplizin, das Sterben anfängt. Unter anderem der neue Sheriff, den in der Stadt noch niemand vorher getroffen hat. So kommt es dazu das der Hauptcharakter, seine Identität und Job annimmt.

9188Nm-rd9L._SL1500_In der Ausübung seiner neuen Pflicht, merkt man schnell, das Lucas Hood gar nicht vorhat der typische gesetzestreue Sheriff zu werden und somit sind Probleme vorprogrammiert. Die Vergangenheit holt ihn ein und es entsteht ein Gesamtbild, in den er immer weiter in die Ecke gedrängt wird und sich immer wieder aufs neue den Herausforderungen stellen muss.

Fazit: Eine Mischung aus Justified mit einem Hauch von Romeo und Julia, kann man sich guten Gewissens antun.

 

Series Directed by
Greg Yaitanes (9 episodes, 2013-2014)
Loni Peristere (6 episodes, 2014-2015)
Ole Christian Madsen (4 episodes, 2013-2014)
S.J. Clarkson (2 episodes, 2013)
Miguel Sapochnik (2 episodes, 2013)
Babak Najafi (2 episodes, 2014)
Magnus Martens (2 episodes, 2015)
Dean White (1 episode, 2013)

Series Writing Credits
David Schickler (creator) (22 episodes, 2013-2015)
Jonathan Tropper (creator) (22 episodes, 2013-2015)
Evan Dunsky (2 episodes, 2014)
Doug Jung (2 episodes, 2014)
John Romano (2 episodes, 2014)
Adam Targum (2 episodes, 2015)
Halley Wegryn Gross (1 episode, 2015)
Chris Kelley (1 episode)

Series Cast
Rus Blackwell – Gordon Hopewell (30 episodes, 2013-2015)
Antony Starr – Lucas Hood (22 episodes, 2013-2015)
Ivana Milicevic – Carrie Hopewell (22 episodes, 2013-2015)
Ulrich Thomsen – Kai Proctor (22 episodes, 2013-2015)
Frankie Faison – Sugar Bates (22 episodes, 2013-2015)
Hoon Lee – Job (22 episodes, 2013-2015)
Matt Servitto – Deputy Brock Lotus (22 episodes, 2013-2015)
Trieste Kelly – Dunn Deputy Siobhan Kelly (22 episodes, 2013-2015)
Ryann Shane – Deva Hopewell (22 episodes, 2013-2015)
Lili Simmons – Rebecca Bowman (22 episodes, 2013-2015)
Demetrius Grosse – Deputy Emmett Yawners (20 episodes, 2013-2014)
Ben Cross – Mr. Rabbit (20 episodes, 2013-2014)
Anthony Ruivivar – Alex Longshadow (18 episodes, 2013-2015)
Matthew Rauch – Clay Burton (18 episodes, 2013-2015)

 

Folge 1:

Sraffel 1

 Banshee – Die komplette erste Staffel [4 DVDs]

  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Polnisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch, Portugiesisch, Niederländisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Warner Home Video – DVD
  • Erscheinungstermin: 24. Januar 2014
  • Spieldauer: 492 Minuten

Staffel 2

Banshee – Season 2 (Deutsche Tonspur, Blu-Ray, Import)

 

  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Dänisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Norwegisch, Spanisch, Schwedisch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 4
  • FSK: Unbekannt
  • Produktionsjahr: 2014

 

 

 

Police Story – Back for Law Police Story 2013 (2013) on IMDb


91dYAXgOvrL._SL1500_Der Interpol-Agent Zhong Wen (Jackie Chan) hat kein gutes Verhältnis zu seiner Tochter Mao (Tian Jing). Umso mehr freut er sich, als sie sich mit ihm in einer Bar in Hongkong treffen möchte. Doch die Freude hält nicht lange. Der Grund für das Treffen ist, dass seine Tochter in einer Beziehung mit dem zwielichtigen Barbesitzer ist und sie ihn ihrem Vater vorstellen möchte. Das gefällt dem langjährigen Polizisten gar nicht. Doch es kommt noch schlimmer. Der Barbesitzer ist gar nicht an Mao interessiert, sondern benutzt sie nur um an Wen heran zu kommen. Er nimmt Wen und die restlichen Gäste aus der Bar als Geisel und versucht dadurch die Freilassung eines Häftlings zu erwirken. Zunächst scheint Wen machtlos, da die Geiseln und auch seine Tochter bedroht werden, doch er gibt sich nicht so leicht geschlagen und nimmt den Kampf mit dem Erpresser auf.

Manche Schauspieler stecken einfach in ihren Rollen fest. Das ist meistens etwas schlechtes, doch bei Jackie Chan und seinen Filmen weiß man dadurch eigentlich auf was man sich einstellen muss. Nämlich kurzweilige Unterhaltung mit Slapstick-Comedy und humorvollen Kampfeinlagen. Das Ganze mit Jackie Chan typischen Charme verpackt. Ich erwarte also nicht unbedingt hochkarätiges Kino und wurde doch enttäuscht.

Aber fangen wir am Anfang an. Die Story wird durch diverse Rückblenden, in denen die Hintergründe von Wen und dem Geiselnehmer erzählt werden, ergänzt. Dadurch werden dem Zuschauer nach und nach die Motive der Charaktere deutlich und deren Verbindungen in der Vergangenheit dargestellt. Allerdings handelt es sich nicht um eine intelligent verworrene Geschichte, bei der die Zuschauer tatsächlich langsam in den Rückblenden der Konklusion entgegenführt werden, sondern eher um eine Möglichkeit, noch etwas Action und Abwechslung in den Film zu bringen, denn die aktuellen Handlungen finden alle in der Bar statt.

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Zu der schwachen Story von Police Story kommen nun auch noch die teilweise an den Haaren herbeigezogenen Dialoge, die einfach komplett unglaubwürdig daherkommen. Dazu sei angemerkt ich habe bewusst auf die grottige Synchro verzichtet und den Film auf Mandarin mit Untertiteln geguckt. So waren die Stimmen wenigstens passend.

Aber lassen wir mal außen vor, dass der Film inhaltlich deutliche Schwächen hat, denn, wie oben schon angemerkt, geht es bei Jackie Chan vornehmlich um Action und Humor. Doch auch da werden selbst hartgesottene Fans enttäuscht sein. Neue Technik bietet neue Möglichkeiten. Kämpfe in modernen Filmen können im Vergleich zu früher deutlich besser und actionreicher in Szene gesetzt werden. Ein hervorragendes Stilmittel dafür ist die Zeitlupenaufnahme. Es scheint aber so, als sei die Zeitlupe die einzige kreative Idee, die der Regisseur gehabt hat. In einer Kampfszene wurde insgesamt sechs mal die Zeitlupe eingesetzt. Ist es zunächst noch spektakulär anzuschauen wie die Flasche am Kopf zersplitterte, wirkt es ab dem dritten oder vierten Mal einfach nur ideenlos. Das größte Problem ist aber, dass es einfach an Humor in den Kämpfen fehlt. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass Jackie Chan bei der Action etwas kürzer tritt, er ist schließlich auch nicht mehr der jüngste und Filme wie vor 20 Jahren kann man nicht mehr erwarten. Allerdings braucht es auch nicht die spektakulärsten Stunts. Erinnert man sich mal zurück an seine schon klassischen Kämpfe mit einem Klappstuhl oder einer Leiter, da wurden durch einfache Mittel und einer gut durchdachten Choreographie actionreiche und humorvolle Kämpfe inszeniert, die sich auch heute noch gut anschauen lassen. Klar ist die Story diesmal düsterer mit der Geiselnahme und der „dramatischen“ Hintergrundgeschichte dazu, aber die ist nun mal so schlecht erzählt, dass man sie kaum ernst nehmen kann.

Kommen wir nun zur Musik, die eigentlich gar nicht schlecht ist, wäre sie nicht so dermaßen unplatziert. Da kommt die dramatische Musik schon als der Kampf grade begonnen hat, an einem Punkt an dem er noch völlig ausgeglichen ist. Gegen Ende, wenn Chan auf die Mütze bekommt, dann wäre die Musik angemessen gewesen, aber so ebenfalls nur verschossenes Pulver.

Das Fazit ist, dass ich für Police Story 2013 schon zu viele Wörter geschrieben habe. Schlechte Story, schlechte Dialoge, technisch schwach und eine schwache Choreographie. Da kann auch Jackie Chan nichts mehr retten und mir fehlt etwas das Verständnis dafür, dass er sich mit seinem Namen in so ein Projekt mit einbinden lassen hat. Ich habe direkt nach dem Film Jackie Chans Drunken Master geguckt und hoffe auf den nächsten Jackie Chan Action Kracher.


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Produktionsland: China/ Hongkong
Originalsprache: Mandarin
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 110 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Sheng Ding
Drehbuch: Sheng Ding
Produktion: Zhang Wang; Yang Du
Musik: Lao Zai
Kamera: Yu Ding
Schnitt: Ismael Gomez III

Besetzung:
Jackie Chan – Zhong Wen; Liu Ye – Wu Jiang; Jing Tian  – Miao; Wei Na – Na Na;

Prisoners  Prisoners (2013) on IMDb


8162IgCzm2L._SL1500_Der Film beginnt in einer Umgebung, die idyllischer nicht sein könnte. Eine friedliche Wohngegend in der gemütliche Einfamilienhäuser mit Vorgarten auf einer ruhigen Straße aneinandergereiht stehen. Dort lebt die Familie Dover, bestehend aus dem toughen Keller (Hugh Jackman), seiner Frau Grace (Maria Bello) und deren zwei Kindern Ralph (Dylan Minette) und Anna. Um gemeinsam Thanks-Giving zu feiern, machen sich die Dovers, zu einer befreundeten Familie gleich in der Nachbarschaft auf. Nach dem Essen setzen sich die Teenager in den Keller ab, während sich die Erwachsenen im Wohnzimmer zusammenfinden, trinken und Spaß haben. Nur bei den jungen Töchtern kommt Langeweile auf, und sie gehen nach draußen zum Spielen. Eigentlich kein Problem in der Gegend. Später am Abend fällt erst auf, dass die beiden Kinder fehlen. Die Eltern suchen das gesamte Haus ab, aber keine Spur der zwei Kinder. Auch die beiden Teenager haben sie seit dem Essen nicht mehr gesehen. Keller rennt noch zu seinem Haus, um sicherzugehen, dass die beiden nicht dorthin sind. Aber vergebens, die beiden bleiben verschollen. Da fällt Ralph der aus der Idylle heraus stechende Wohnwagen ein, den er bei einem Spaziergang vor dem Essen noch in der Nähe geparkt gesehen hat und der auch die Aufmerksam der beiden Mädchen auf sich gezogen hatte.

Spätestens jetzt wird den Familien der Ernst der Situation bewusst und sie schalten die Polizei ein. Sofort ist Detektiv Loki (Jake Gyllenhaal) unterwegs und kann auch schnell den besagten Wohnwagen ausfindig machen. Zunächst scheint der Schuldige bereits gefunden, vor allem nachdem er versucht mit quietschenden Reifen davon zu fahren. Aber spätestens bei dem Verhör stellt sich heraus, der junge, leicht behinderte Fahrer, der kaum zu einem vollständigen Satz in der Lage ist, kann nicht der Täter sein. Detektiv Loki muss ihn gezwungener Maßen wieder gehen lassen. Ganz zum Unverständniss von Keller. Er hat von Anfang an versucht aktiv bei der Suche nach seiner Tochter zu helfen und die Polizei zu unterstützen, doch nachdem der mutmaßliche Täter einfach nach Hause gehen durfte, verliert er das Vertrauen in die Polizei. Er sieht die einzige Chance seine kleine Prinzessin jemals wiederzusehen darin, sie auf eigene Faust zu finden. Dabei schreckt er vor nichts zurück. Er schnappt sich den Jungen, den er für den Täter hält und will durch Folter aus ihm herauskriegen, wo sich seine Tochter befindet.

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Prisoners schafft es von Anfang an eine düstere Stimmung zu verbreiten. Wenn die Gegend auch sehr idyllisch ist, wirkt der Film doch durch gekonnte Inszenierung direkt bedrohlich. Dabei lässt sich Prisoners mit Thrillern der Coen Brüder wie Sieben oder Fargo vergleichen. Das kann daran liegen, dass es sich bei Roger Deakins auch um den Stammkameramann der beiden handelt. Sobald der Wohnwagen, der wie ein Fremdkörper in der Nachbarschaft steht, zum ersten Mal zu sehen war, ist einem bewusst, dass etwas Grauenvolles passieren wird.

Eindrucksvoll sind ab der Entführung die Entwicklungen der verschiedenen Charaktere. Keller wurde schon am Anfang des Films als tougher Typ vorgestellt, als er mit seinem Sohn auf der Jagd war und ihm klar macht, man muss immer auf alles vorbereitet sein. Bis jetzt konnte er seine Familie auch vor allem beschützen und das erwartet sie auch von ihm. Er will etwas unternehmen und versucht aktiv der Polizei zu helfen. Im Gegensatz dazu, seine Frau die sich komplett mit ihrer Trauer und Angst in sich zurückzieht. Sie zerbricht an der Situation und kann ihr Bett nicht mehr verlassen. Die Wahrscheinlichkeit sinkt von Tag zu Tag, ja von Minute zu Minute, dass die beiden Kinder wieder lebend auftauchen. Nachdem dann noch der Verdächtige freigelassen wurde, kann auch der pragmatische Keller nicht mehr anders, als selbst für die Rückkehr seiner Tochter zu sorgen. Seiner Frau erzählt er nichts, nur Franklin weiht er ein.Franklin erachtet zwar die Folter als falsch und stellt sich moralisch über Keller, aber aufhalten will er ihn auch nicht. Ebenso später als die Frau von ihm dazukommt. Auch sie hält das Unterfangen von Keller für abstoßend, aber sie ist doch froh, dass er es tut. Anfangs sind es Faustschläge ins Gesicht. Immer und immer wieder schlägt Keller auf das Gesicht von dem Jungen ein, bis es so angeschwollen ist, dass er seine Augen kaum mehr öffnen kann. Je länger die Folter andauert, umso deutlicher kann man beobachten wie Keller selbst an ihr zerbricht.

Die Story scheint bekannt, denn Entführungsfilme gibt es genug, vor allem nach Taken ist der Bedarf gedeckt. Doch hat Prisoner eine erfrischend andere Herangehensweise. Fernab von Hollywoodinszenierung, viel mehr ist alles düster gehalten, der Vater ist kein Held, sondern eigentlich komplett hilflos. Diese Verzweiflung, die im Verlauf des Films in unbändige Wut umschlägt und zu Handlungen fernab jeder Rationalität führt, wirkt vollkommen glaubwürdig. Dazu lässt es eine Stimmung entstehen, die man auch nach dem Film nicht ohne weiteres abschütteln kann. Die 153 Minuten Spielzeit nutzt der Film komplett aus um die Charaktere zu zeichnen und gleichzeitig spielt er durch die lange Laufzeit mit seinem Publikum. Der Zuschauer wird bis zum letzten Moment über den Verbleib der Kinder im Unklaren gehalten und fiebert selbst mit Keller mit. Auch geht Prisoneres über ein einfaches schwarz/ weiß Denken hinaus. Es gibt nicht die inkompetente Polizei, die nichts hin bekommt und Papa muss nun alles richten. Die Polizei und vor allem Detektiv Loki hängt sich mit Leib und Seele in den Fall. Tag und Nacht arbeitet er, erlebt aber bei seinen Ermittlungen natürlich auch Rückschläge. Wie im echten Leben, fallen die negativen Dinge natürlich sofort auf, sodass vor allem Keller, aber auch die anderen Elternteile sich ein Bild von den Ermittlern gemacht haben, in dem diese sich weder für ihre Töchter interessieren, noch in der Lage wären das Verbrechen aufzuklären.

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Zunächst war ich irritiert von dem Titel und ich hatte doch zuerst vermutet, dass der Vater nach einem Akt der Selbstjustiz ins Gefängnis muss und es um den „wie hätte man selbst gehandelt“ Gedanken gehen würde. Doch dem war nicht so. Die Gefangenschaft ist eine andere und lässt sich bei jedem der Charaktere beobachten. Z.B. ist Clara gefangen in ihrer Trauer und Angst um ihre Tochter, die sie fast lebensunfähig macht. Dazu kommt der Konsum von Beruhigungstabletten, der sie ans Bett fesselt. Keller ist zunächst ein Gefangener seiner eigenen Persönlichkeit. Er muss seine Familie beschützen und auf alles vorbereitet sein. Hat er doch sogar für den Notfall einen Panic Room in seinem Haus eingerichtet. Doch in dieser Situation ist er hilflos. Auch seine Frau erhöht den Druck auf Keller weiter, indem sie ihm vorwirft er habe versprochen, seine Familie vor allem beschützen zu können. Eigentlich ist Keller schon vor der Folter zusammengebrochen, nur hat sich dieser Zusammenbruch anders geäußert. Als er die Hilflosigkeit nicht mehr ertragen konnte, ist er aktiv geworden, hat sich den Täter geschnappt und begonnen ihn durch Folter dazu zu bringen ihm zu Verraten wo die Kinder sind. Sich der Hilflosigkeit ergeben war für ihn keine Option, zum Einen weil er vor seiner Familie nicht das Gesicht verlieren möchte, zum anderen will er aber auch sich selbst gerecht werden.

Es wird auf unglaublich bedrückende Art die Suche nach einer vermissten Tochter erzählt. Besonders durch die authentische Entwicklung der Charaktere, die zusehends auf ihre Art versuchen mit der Situation fertig zu werden, aber alle scheitern und an der Situation zerbrechen.


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Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 153 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Denis Villenevue
Drehbuch: Aaron Guzikowski
Produktion: Kira Davis, Broderik Johnson, Adam Kolbrenner, Andrew A. Kovove
Musik: Johann Johannsson
Kamera: Roger Deakins
Schnitt: Joel Cox, Gary D. Roach

Besetzung:
Hugh Jackman – Keller Dover; Jake Gyllenhaal – Detective Loki; Paul Dano – Alex Jones;
Viola Davis – Nancy Birch; Maria Bello – Grace Dover; Terrence Howard – Franklin Birch;
Melissa Leo – Holly Jones; Dylan Minette – Ralph Dover; Wayne Duvall – Captain Richard O’Malley;
Kyla Drew Simmons – Joy Birch; David Dastmalchian – Bob Tylor;

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R.I.P.D. – Rest in Peace Department  R.I.P.D. (2013) on IMDb


91T+9MuIWYL._SL1500_In der Comicverfilmung R.I.P.D wird von untoten Cops Jagd auf Tote gemacht, die noch nicht wissen dass sie Tod sind oder sich zu sehr ans Leben klammern.

Der Polizist Nick Walker (Ryan Reynolds) wird von seinem schlechten Gewissen geplagt, denn er hat bei seinem letzten Einsatz zusammen mit seinem Partner Bobby Hayes (Kevin Bacon) Gold gestohlen. Eigentlich sollte das Gold ein unbeschwertes Leben für sich und seine Frau Julia (Stephanie Szostak) sichern, zumal es, wie er selbst sagt, ein Verbrechen ohne Opfer war. Trotzdem will er seinen Fehler richtigstellen. Noch vor ihrem nächsten Einsatz spricht er mit seinem Partner darüber. Dieser zeigt zunächst Verständnis, doch während des Einsatzes schießt er heimtückisch auf Nick. Als dieser wieder zu sich kommt, sitzt er in einem sterilen Büro, ihm gegenüber eine Frau, die direkt damit beginnt eine Art Jobinterview mit ihm zu führen. Schnell willigt er ein Mitglied der R.I.P.D. zu werden und jagt ab jetzt auffällig gewordenen Tote, die aufgrund der nicht mehr überschaubaren Masse an Menschen und dementsprechend auch sterbender Menschen vom System übersehen wurden. Als Anfänger bei der R.I.P.D. wird er dem erfahrenen, aber auch etwas sonderbaren Agenten Roy (Jeff Bridget) als neuer Partner zugeteilt. Viel Zeit zum Eingewöhnen bleibt allerdings nicht, denn sie stoßen schnell auf eine Bedrohung, die sogar den Untergang der Welt herauf beschwören könnte.

Als ich eine Zusammenfassung des Films überflogen habe, war ich von der Story durchaus angetan. Leider setzt der Film seine abstruse Geschichte nicht konsequent genug um. Besonders in den Szenen in denen Ryan Reynolds tiefe in den Film bringen soll, scheitert der Versuch ernsthaft zu wirken kläglich. Nicht zuletzt wegen Reynolds Emotionslosigkeit und seinem immerwährenden Gesichtsausdruck. Da kann auch Jeff Bridges nichts mehr retten, der eine Mischung aus seinen Paraderollen dem „Dude“ aus „The Big Lebowski“ und Reuben „Rooster“ Cogburn aus True Grit spielt. Für etwas frischen Wind und Humor sorgt er aber allemal.

Für einige schräge Situationen sorgt auch der Fakt, dass die Agenten für ihren Einsatz auf der Erde neue Identitäten bekommen haben. Und mit neue Identitäten meine ich ebenfalls ein komplett anderes Aussehen, mit dem man sie bestimmt nicht wieder erkennt. So ist Roys Avatar eine heiße Blondine und Nicks ein alter chinesischer Mann.

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Was der Film aber richtig macht sind die Effekte. Zum einen sind da effektvolle Kamerazooms, wie in der Szene als Jeff Bridges an der Treppe steht und die Kamera nach oben schießt und die etlichen Stockwerke zeigt, die er nach oben laufen muss. Oder der große Showdown, der durch eine rasante Kamerafahrt an die beiden Hauptdarsteller, mit anschließender 360 Grad Drehung um die beiden herum, eingeleitet wird. Auch die CGI Effekte verleihen dem Film die nötige Action, auch wenn sie technisch nicht ganz so fein aussehen, dafür aber Over the Top Unterhaltung bieten. Bei den Bildern und der Action zeigen die Filmemacher ihre volle Kreativität. Z.B in der Szene, in der Nick sich frei in der letzten Sekunde seines Lebens bewegen kann und alles andere eingefroren ist. Hier wurden die anderen Personen und Gegenstände in dem Raum platziert und sind nicht etwa nur in der Nachbearbeitung entstanden. Lediglich Feuer, Gas und Flüssigkeiten wurden noch hinzugefügt.

Jetzt machen natürlich ein paar CGI Effekte und Kamerafahrten noch keinen guten Film aus, aber sie können ihn trotzdem aufwerten und bei richtiger Erwartung das Publikum unterhalten. Denn auch Filme wie Sharknado finden ihr Publikum.

Nicht von der Hand zu weisen, sind die deutlichen Parallelen zu Men in Black. Als Kopie möchte ich ihn jedoch nicht bezeichnen, denn das wird ihm nicht gerecht und wäre auch zu einfach. Um R.I.P.D eine Chance zu geben, muss man ihn gucken wie er ist, als eigentständigen Film und nicht direkt mit einem Genrehighlight vergleichen.

R.I.P.D. kann unterhalten wenn man ihn lässt, ist aber weit davon entfernt ein ernstzunehmender Film zu sein. Man muss ihn diesen Versuch verzeihen und darf auf keinen Fall den Vergleich zu MIB ziehen. Am besten auf Popcorn Kino mit abstrusem Setting und einen altbekannten Jeff Bridges einstellen, dann kann nichts schiefgehen. Als schlecht würde ich den Film nicht bezeichnen, denn er macht über die Dauer von etwas mehr als 90 Minuten einfach Spass anzusehen und ist keineswegs langweilig.


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Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 96 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Robert Schwentke
Drehbuch: Phil Hay, Matt Manfredi
Produktion: Neal H. Moritz, Mike Richardson, David Dobkin, Peter Lenkov
Musik: Christophe Beck
Kamera: Alwin H. Küchler
Schnitt: Mark Helfrich

Besetzung
Jeff Bridges – Roy Pulsipher, Ryan Reynolds – Nick Walter, Kevin Bacon – Bobby Hayes,
Mary-Louis Parker – Proctor, Stephanie Szostak – Julia, James Hong – Nicks Avatar,
Marisa Miller – Roys Avatar, Robert Knepper – Stanley Nawlicki, Mike O’Malley – Elliot;
Devin Ratray – Pulaski. Larry Joe Campbell – Officer Murphy


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Die Unfassbaren – Now You See Me Now You See Me (2013) on IMDb


91FKbo5RPfL._SL1500_Eine Gruppe von Illusionisten versucht sich als magischer Robin Hood und raubt während ihrer Vorstellungen Banken aus, um das erbeutete Geld an ihr Publikum zu verteilen.

Die „Four Horsemen“, bestehend aus dem charismatischen Ilusionisten Michael Atlas (Jesse Eisenberg), dem in die Jahre gekommenen Mentalisten Merrit McKinney (Woody Harrelson), der Entfesselungskünstlerin Henley (Isla Fisher) und dem Straßenzauberer Jack Wilder (Dave Franco), werden durch mysteriöse Karten zu einem Apartment gelockt. Dort finden sie Pläne für eine ganz besondere Show. Ein Jahr später stehen sie auf der Bühne. Für ihren letzten Trick bitten die Vier jemanden aus dem Publikum auf die Bühne. Sie kündigen an die Bank des zufällig ausgewählten Freiwilligen auszurauben. Die Bank befindet sich zwar in Paris, doch das stellt kein Problem dar. Wenige Sekunden später wird der Freiwillige, mit Hilfe einer Maschine, von der Bühne in seine Bank in Paris teleportiert. Der Tresorraum wird leer gesaugt und das erbeutete Geld regnet nur so auf das begeisterte Publikum nieder.

Der spektakuläre Raub ruft FBI Special Agent Dylan Hobbs (Mark Ruffalo) und die Interpol Agentin Alma Vargas (Mèlanie Laurent) auf den Plan. Vor allem nachdem Hobbs die Magier persönlich getroffen hat, will er den Fall fast schon zwanghaft lösen und die „Four Horsemen“ überführen. Auf der Suche nach Hinweisen, wendet sich Hobbs an Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), einen ehemaligen Illusionisten, der seit vielen Jahren sein Geld mit dem Aufdecken von Zaubertricks verdient. Bradley befand sich bei der Show im Publikum und hat alles aufgezeichnet. Durch die Tipps von Bradley scheint Hobbs nun in der Lage zu sein den Fall zu lösen, aber die Illusionisten sind ihm immer einen Schritt voraus.

 

Mein Senf

Die Unfassbaren, ein Film der vor allem durch Glitzer und Glamour besticht. Es fehlt eindeutig an Tiefe. Sei es in der Story, die bei genauer Betrachtung recht dünn erscheint oder die oberflächlichen Charaktere. Man kann zu ihnen keinerlei Bindung aufbauen, da sie dem Zuschauer so gut wie nicht vorgestellt werden. Auch werden die „Four Horsemen“ den gesamten Film über weder als die Guten noch als die Bösen positioniert, sodass es schwierig ist mit einer der Parteien zu sympathisieren.

Dass wir die Charaktere nicht kennen und über die genauen Absichten im Dunkeln gehalten werden, hat aber auch Vorteile. Der Film ist so stets für eine Überraschung gut. Zum einen gibt es da den mysteriösen Fünften, der die Vier zusammengeführt hat. Im Verlauf kann man wild spekulieren, um wen es sich dabei nun handelt, um am Ende doch überrascht zu werden. Dazu hält der Film an vielen Stellen spannende Wendungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hat.
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Durch die Effekthascherei bleibt einem allerdings kaum Zeit um auf die Mängel zu achten und man sieht schnell über sie hinweg. Wird man doch mit teils spektakulären Zaubertricks bei Laune gehalten, die einen die Story schon fast vergessen lassen. Die Effekte sind wirklich gut gelungen und die Tricks samt der dazugehörigen Erklärung von Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) machen einfach Spaß anzusehen.  Die Actionszenen können sich ebenfalls sehen lassen. Vor allem der junge Jack besticht in seinen Kampfszenen, aber auch in der rasanten Verfolgungsjagd im Anschluss. Im Allgemeinen hält der Film fast bis zum Schluss ein enorm hohes Tempo.

Besonders hervorzuheben ist der Cast des Films. Neben den zwei Legenden Michael Caine und Morgan Freeman, der nebenbei bemerkt wieder eine neue Sommersprosse dazubekommen hat (South Park), sind auch die anderen Rollen in dem Ensemblefilm ideal besetzt.

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Ich kann die teilweise sehr schlechten Kritiken, die dem Film gegeben wurden verstehen, teile aber nicht deren Ansicht. Denn, man wird zwar mit Sicherheit enttäuscht sein, wenn man einen tiefsinnigen Film mit Metaebene erwartet, aber nichts desto Trotz unterhält der Film von Anfang bis Ende, durch schöne Bilder, coole Zaubertricks und fette Effekte. Es wird zu oft der Vergleich zu „The Illusionist“ oder „Prestige“ gezogen, doch das macht wenig Sinn. Klar haben sie Magie zum Thema, aber ansonsten sind beide Filme grundverschieden. Wenn man einen Vergleich ziehen möchte, dann zu den Oceans Filmen, wobei generell das Vergleichen von Filmen schwierig ist. Am besten ohne Erwartungen an den Film herangehen und sich durch Effekte und Bildgewalt berauschen lassen, ohne einen tiefen Sinn dahinter zu suchen. Für kurzweilige Unterhaltung auf seichtem Niveau taugt „Die Unfassbaren“ allemal.


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Produktionsland: USA, Frankreich
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Boaz Yakin, Edward Ricourt, Ed Solomon
Produktion: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Bobby Cohen
Musik: Brian Tyler
Kamera: Larry Fong, Mitchell Amundsen
Schnitt: Robert Leighton, Vincent Tabaillon

Besetzung:
Morgan Freeman – Thaddeus Bradley; Isla Fisher – Henley Reeves; Dave Franco – Jack Wilder;
Jesse Eisenberg – J.Daniel Atlas; Woody Harrelson – Merritt McKinney;
Mark Ruffalo – Dylan Rhodes; Mèlanie Laurent – Alma Dray;
Michael Caine – Arthur Tressler; Michael Kelly – Agent Fuller; Common – Evans

Payback – Tag der Rache (Offender)  Offender (2012) on IMDb


81ZohtSCCKL._SL1417_Aufstände in London. Der junge Tommy (Joe Cole) geht zu einem der Polizisten und schlägt ihn nieder. Aber er ist nicht auf der Straße um zu protestieren, sonder um ins Gefängnis zu kommen. Denn Tommy will Rache an denen nehmen, die sein Leben zerstört haben.

Die Geschichte von Tommy wird in immer wieder einfließenden Rückblicken gezeigt. Sie beginnt mit dem Angriff auf zwei Polizisten und seiner Verhaftung.

Tommy und seine Freundin Elise (Kimberly Nixon) erwarten ein Kind. Die Tatsache dass Elise schwanger ist, lässt den zu der Arbeiterklasse gehörenden Tommy umso härter für seine Familie schuften. Indessen hat die Bande von Jake (English Frank) ein Juweliergeschäft überfallen und dabei den einzigen Zeugen erschossen. Als die Vier Elise bei der Arbeit gegenüberstehen bemerkt sie die Uhren und wird zur Zeugin, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Auf dem Weg nach Hause, grade in ihr Auto eingestiegen, wird sie von einem maskierten Mann mit Handschuhen ins Gesicht geschlagen, bis sie das Bewusstsein verliert. Nach der brutalen Attacke kommt Elise ins Krankenhaus und verliert dort ihr Kind. Am Ende mit den Nerven kann sie nicht länger mit Tommy zusammen sein und verlässt ihn. Daraufhin zerbricht für Tommy seine Welt komplett und er beschließt Rache zu nehmen.

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Mein Senf

Payback ist ein düsteres Rachedrama mit beklemmender Grundstimmung. Auch die rohen Fauskämpfe, die durch das geschickte in Szene setzen stark an Brutalität gewinnen, tragen zur dichten Atmosphäre bei.

Tommy ist voller Hass und zu allem Entschlossen. Diese intensiven Emotionen versteht es Joe Cole dem Zuschauer glaubhaft zu vermitteln. Das kleine Lächeln bei seiner Verurteilung oder die Wut die augenscheinlich in ihm hochkocht, wenn er mit seinen Zielen in Kontakt kommt, sind die Kleinigkeiten die Payback zu einem gelungenen Rachefilm machen. Denn die gibt es eigentlich zur Genüge. Doch Payback ist anders, er ist Authentischer! Denn Tommy kommt im Gefängnis schnell an seine Grenzen. Gewaltbereite Häftlinge und korrupte Wärter setzen ihm zu.

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Einzig und allein die überzogenen Rückblenden, in denen Tommy mit seiner Freundin gezeigt wird, machen zu sehr auf heile Welt und wirken maßlos übertrieben. Mit etwas weniger Filter und etwas dezenterer Musik hätte man trotzdem Verstanden, dass Tommy und seine schwangere Freundin glücklich waren.

Ebenfalls etwas unglücklich empfinde ich die Charakterzeichnung der vierer Gang, wegen der Tommy im Gefängnis ist. Es wirken zumindest Sicko (Daniel Kendrick) und Jake (English Frank) teilweise wie Clowns, denen man kaum abnehmen kann, dass sie jetzt das Drogengeschäft im Gefängnis leiten und sich sogar mit einem der Beamten zusammengetan haben. Zumal sie ja relativ frisch im Gefängnis sind.

Alles in Allem ein dichter Gefängnisthriller der auf jeden Fall sehenswert ist, aber seine Macken hat.


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Produktionsland: United Kingdom
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: 102 Minuten
Atersfreigabe: FSK 18

Regie: Ron Scalpello
Drehbuch: Paul Van Carter
Produktion: Paul Van Carter, Nick Taussig
Musik: Chad Hobson
Kamera: Richard Mott
Schnitt: Johnny Rayner

Besetzung
Joe Cole – Tommy; Kimberly Nixon – Elise; English Frank – Jake; Shaun Dooley – Nash;
Tyson Oba – Mason; G FrSH – Angleface; Daniel Kendrick – Sicko; Malachi Kirby – Harry;
Scorcher – Essay

Static  Static (2012) on IMDb


71X+k6IuQZL._SL1417_Static erzählt die Geschichte von dem Ehepaar Jonathan (Milo Ventimiglia) und Addie Dade (Sarah Shahi). Das Paar hat einen schrecklichen Verlust erlitten, ihr zweijähriger Sohn ist in den nahegelegenen See gefallen und ertrunken. Jonathan versucht seine Trauer durch das Schreiben seines neuen Buches zu bewältigen. Addie kommt weniger gut mit dem Tod ihres Sohnes zurecht und verfällt in Depressionen.

Eines Abends, die beiden liegen schon im Bett, klingelt es an der Haustür. Vor der Tür steht die hübsche, etwas panische Blondine Rachel (Sara Paxton). Sie behauptet ihr Auto sei auf der Straße nahe des Hauses liegen geblieben und dass sie von Männern mit Gasmasken verfolgt wird.

Jonathan versucht Hilfe bei der Polizei zu rufen, doch die Verbindung bricht ab und Handyempfang gibt es in der abgelegenen Gegend nicht. Während Jonathan sich aufmacht um nach dem Auto und den ominösen Maskenmännern zu suchen, kommen Addie und Rachel ins Gespräch. Die von Anfang an misstrauische Addie ist, nachdem Rachel im Haus herumspioniert und über Details aus dem Privatleben des Ehepaares spricht, vollends überzeugt, dass es sich bei dem ungebetenen Gast um einen verrückten Fan ihres Mannes handelt. Als dieser wieder zum Haus zurückkehrt haben sie allerdings nicht viel Zeit weiter über Rachel nachzudenken, denn schon stehen die Maskenmänner bereits in ihrem Hausflur.

 

Mein Senf

Static beginnt mit sehr ruhigen und dezenten Bildern, wodurch gleich ein Gefühl von Trauer und Bedrücktheit erzeugt wird. Allgemein ist der Film sehr ruhig gehalten. Wenn die Bilder mal musikalisch untermalt wurden, dann mit leisen und langsamen Klaviertönen.

Weniger dezent wird die Depression von Abbie deutlich gemacht, werden dem Zuschauer hier die Tabletten gefühlt ins Gesicht geworfen. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn Sarah Shahi spielt die niedergeschlagene Abbie völlig glaubhaft. Milo Ventimiglia überzeugt vor allem in den Gesprächen mit Addie, in denen er die trauernde Seite seines sonst so starken Charakters zeigt.

 

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Auch hätte man sich die Anfangsszenen sparen können. Wenn man aufmerksam geguckt und auch während des Films nicht komplett abgeschaltet hat, ist einem schnell aufgefallen, dass etwas nicht stimmt. Der gesamte Film arbeitet auf einen Twist ganz am Ende hin und der Regisseur scheint sicher gehen zu wollen, dass wirklich jeder der Zuschauer den Ah-Effekt hat. Was schade ist, denn eigentlich könnte der Film so frischen Wind in das Home Invasion Genre bringen.

Genre untypisch kommt der Film ohne große Gewalt aus. Er lebt von den Einblicken in die Psyche der beiden Hauptcharaktere und lässt sich fast als Kammerspiel bezeichnen. Nur in wenigen, aber gut platzierten Szenen, kommt es zu einem wirklichen Schockmoment. Trotzdem ist die Spannungskurve gut gelungen und die Maskenmänner wirken als Angreifer ausreichend bedrohlich. Wäre der Film am Anfang nicht so aufdringlich, würde ich ihn wirklich gut finden und wahrscheinlich auch auf anderen Seiten bessere Kritiken erhalten.


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Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: 83 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Todd Levin
Drehbuch: John Suits, Gabriel Cowan, Todd Levin,
Produktion: Dallas Sonnier, Milo Ventimiglia, Kerry Johnson Bailey, John Suits, Gabriel Cowan
Musik: Tim Ziesmer

Besetzung
Milo Ventimiglia – Jonathan Dade; Sarah Shahi – Addie Dade; Sara Paxton – Rachel;
William Mapother – Greg Wagner